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Dorothee Sölle / Luise Schottroff: Jesus von Nazareth

Preis: EUR 9,90

Auch im dritten Jahrtausend unserer Zeitrechnung ist das Interesse an Jesus von Nazareth ungebrochen: So sehr sich Kirche und Theologie in der Krise befinden, sosehr fragen Menschen danach, wer und was Jesus gewesen ist.

Der Deutsche Taschenbuchverlag hat in seiner Reihe portrait zwei im deutschsprachigen Raum bedeutende Theologinnen mit dem Band zu dieser Figur beauftragt. Sie stellen sich dem Problem, die seit jeher die Leben-Jesu-Forschung begleitet: Die Evangelien, die von Jesus von Nazareth berichten, sind Zeugnisse des Glaubens. Auch wenn sich aus ihnen historische Rückschlüsse ziehen lassen — bis heute ist der Christus zentrale Figur des Christentums. Für die Darstellung von Dorothee Sölle und Luise Schottroff heißt dies: Das Buch kann und will keine Biografie im Sinne des Wortes sein, sondern ein Bild des Nazareners zeichnen, das sich aus den frühen Glaubenszeugnissen des ersten Jahrhunderts unserer Zeitrechnung gewinnen lässt. Entscheidend ist dabei die Einsicht, dass diese frühen Texte über Jesus, den Christus, von Menschen verfasst sind, die sich als Bewegung des Judentums verstanden. Dieses Verständnis des frühen Christentums stellt sich der Auseinandersetzung mit dem christlichen Antijudaismus. Dabei gehen Sölle und Schottroff aber konsequent vom feministisch-befreiungstheologischen Ansatz aus: Rolle, Funktion und Wirkungsgeschichte von Frauen sowie die Perspektive der „Letzten“ in der Gesellschaft werden ernst genommen. Poetische Texte der Gegenwart wie auch Illustrationen der christlichen Kunstgeschichte stehen neben der Darstellung, die den engen Bezug zwischen KünstlerIn und Jesus Christus deutlich machen.

So ist ein Band entstanden, der Jesus von Nazareth und seine Botschaft neu verstehen lässt: Auch heute noch ist der Christus Wirklichkeit und Gegenwart, wenn wir uns immer neu auf den Mann aus Nazareth zurück besinnen. Dies ist und bleibt Herausforderung jeden Glaubens, der nicht Vergangenes bewahren, sondern die Gegenwart gestalten und auf die Zukunft hoffen will. Stefanie Ott-Frühwald

Was Jesus übel genommen wurde, ist sein Verhältnis zu den Armen, den Ausgegrenzten, den Elenden.

Die Gleichnisgeschichte vom verlorenen Sohn erwächst aus der Spannung zwischen einem ausgrenzenden Verständnis von Religion, das sich an ethischen Normen und Ritualen des Alltags und der Festtage orientiert, und einem prophetischen, das, in der jüdischen Tradition gegründet, den Schrei der Unterdrückten als Stimme Gottes hört.

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