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Hubertus Halbfas: Glaubensverlust – Warum sich das Christentum neu erfinden muss


Memoranden und Missbrauchsfälle, Problemstau und Priestermangel, Zank um den 
Zölibat und die Zukunft - mit unbestechlicher Klarheit durchleuchtet Halbfas 
die strukturellen Reformerfordernisse und geht ihnen buchstäblich auf den 
Grund: Die Krise der Kirche(n) ist eine handfeste Glaubenskrise. Die 
Glaubenslehre ist vielfach zur Glaubensleere verkommen. Wenn es nicht 
gelingt, diese Leere mit neuem Leben anzufüllen, dürfte es um die Zukunft 
der Kirche geschehen sein. Den Schlüssel findet Halbfas beim historischen 
Jesus selbst, der in den Glaubensbekenntnissen der christlichen Kirchen 
nicht vorkommt bzw. durch theologische Formeln ersetzt ist. Denn er hat 
eine Lebensweise angeboten, die sich im Alltag bewähren muss, aber keine 
Lehre, damit sie sich argumentativ bewahrheite. Halbfas unternimmt nicht 
weniger als eine Neuvermessung des Glaubens. Er zeichnet ein Programm, 
das die Kirchen unter Umständen mehr verändern würde, als diese sich zu 
ändern bereit sind.

 

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